Borgward Isabella Coupe 1961

Fahraufnahme | 3/4 Frontansicht Car-to-Car

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Das Isabella Coupe gilt noch heute als Krönung der borgwardschen Autoschöpfung.

Kaum einem anderen deutschen Fahrzeug gelang es, dem Zeitgeist und den Sehnsüchten jener Jahre Rechnung zu tragen. So sehr man auch oft hört, Carl F. W. Borgward sei kein kluger Geschäftsmann gewesen, widerlegt dieses Auto. Zitat: "Da schneiden wir das Dach kürzer, und machen ein schönes Auto, damit können wir dann das doppelte verdienen...." so soll es sich vor der ersten Konstruktion in der Bremer Chefetage zugetragen haben.

Das Auto für die Frau Doktor der 50er Jahre wurde trotz ihres imens hohen Preises ein Welterfolg. In den Bremer Werken entstanden zwischen 1957 und 1961 knapp 10 000 Exemplare. Für Borgward selbst war jedes Isabella Coupe das vom Band lief ein fahrender Image-Träger. Selbst in den USA gelang ihm damit ein großer Wurf.In der noch jungen Bundesrepublik, zählte dieser Sportwagen zur automobilen Elite und bediente die Marktlücke zwischen VW-Karmann Ghia und Mercedes 190SL. Preislich lag das junge Fräulein exakt in der Mitte.

In punkto Komfort war sie zur damaligen Epoche sehr luxuriös, unterschied sich aber nicht sehr von ihrer Schwester, der TS Limosine.Die Fensterrahmen bestanden aus poliertem Holz statt aus Bakelite. Die Mitte des Armaturenbretts besitzt eine aus 8 Reihen bestehende, cremefarbene Tastenleiste, mit denen sich Scheibenwischer, Park- Stand und Abblendlicht, Lüftung und Instrumentenbeleuchtung bedienen ließ. Clou des Ganzen, die verwendeten Piktogramme waren in der Dunkelheit von hinten beleuchtet. Dieses Novum galt zum Ende der 50er Jahre zum unglaublichen Chic, genauso wie die elektrische Scheibenwaschanlage, die ohne Aufpreis mit dazu gehörte.

Eines der ersten Prototypen erhielt Frau Elisabeth Borgward 1956 von ihrem Ehemann zu Weihnachten als Geschenk. Es ist maroonbraun und hat die Fahrgestellnummer 346 002. Es ist bis heute in Familienbesitz.